Maschinenhersteller
wählen Antriebskomponenten wie Getriebe, Kupplungen,
Motoren und Umrichter so aus, dass den Arbeitsmaschinen das
erforderliche Drehmoment bei der gewünschten Arbeitsdrehzahl
zur Verfügung steht. Aus Kostengründen müssen
Getriebe oder Kupplungen immer mehr Leistung übertragen
und auch kleiner und leichter werden. Plötzlich entstehen
dann gefährliche Drehschwingungen oder sogar Schwingbrüche.
Antriebsspezialisten wissen, dass spätestens nach dem
zweiten Wellenbruch an der baugleichen Maschine Drehmomentmessungen
mit Dehnungsmesstreifen (DMS) notwendig werden. Nur über
mechanische Drehmomentmessung lassen sich sowohl die statischen
als auch die dynamischen Belastungen über mehrere Wochen
hochfrequent messen. Zusätzlich wird untersucht, ob in
der Maschine kritische Eigenschwingungszustände vorliegen.
Abb. 1 zeigt die Messanordnung an der Ober- und Unterspindel
eines Walzwerksantriebes zur zeitgleichen Drehmomentmessung.
Dehnungsmesstreifen werden auf der tordierenden Welle appliziert
(Abb. 2), als Wheatstone-Brücke verschaltet und gegen
Feuchtigkeit und Verunreinigung geschützt. Die zusätzlich
zu montierenden Telemetrie-Komponenten sind auf der Titelgrafik
dargestellt. Der Sensorsignal-Verstärker und die Antenne
rotieren mit der Welle mit. Über die stationäre
Pickup-Antenne und die Auswerteeinheit werden sowohl die DMS-Brückenspeisung
als auch die modulierten Drehmomentsignale übertragen.
Die Messergebnisse können mit den Überwachungssystemen
VIBNODE,
VIBROWEB
XP oder VIBRONET
Signalmaster kontinuierlich aufgezeichnet werden.
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