| Schwingungen sind bei Maschinen eine meist
unerwünschte und störende Erscheinung, da sie die
Betriebssicherheit, Lebensdauer und die Qualität der
hergestellten und bearbeiteten Produkte beeinträchtigen.
Doch jede Maschine und jeder Antrieb erzeugt auch Schwingungen,
die Anwender, Hersteller und Betreiber zur Prozessüberwachung
und Zustandsdiagnose nutzen.
Beim medizinischen Gesundheitscheck ist es ähnlich.
Elektroden werden an bestimmten Körpersstellen fixiert
und Elektrokardiogramme aufgezeichnet. Anschließend
bewertet der Kardiologe die zeitlichen ‘Herzschwingungen’
und diagnostiziert den aktuellen Gesundheitszustand.
Bevor geeignete Diagnoseverfahren und passende Messpunkte
ausgewählt werden, sollten für die zu überprüfenden
Maschinen folgende Kenntnisse vorliegen:
• struktureller Aufbau
• Zusammenwirken der einzelnen Baugruppen
• charakteristische Diagnoseparameter und deren Grenzwerte
• mögliche Fehler und Schädigungsmechanismen
Jedes drehende Maschinenelement – Kugellager, Zahnradpaar,
Welle, Lager – erzeugt mehr oder weniger synchrone Schwingungen
und besitzt eine eigene Frequenz, die zu Beginn der Lebensdauer
eine ‘gesunde’ Größe und Form hat.
Ist ein Schaden im Entstehen, – Abnützung, Unwucht,
Verkippung – verändern sich die Anregungen bei
dieser Frequenz oder es entstehen neue Anregungen. Oft werden
die Amplituden der Anregungen höher.
Moderne Schwingungsanalysatoren nutzen zur Auswertung derartiger
Veränderungen Frequenz-, Ordnungs- und Phasenanalysen
sowie Cepstren. Doch jede dieser Methoden hat ihre Grenzen
und muss anwendungsspezifisch konfiguriert werden. Dies erfordert
meist ein fundiertes Wissen über die Maschine.
Seminare bieten einen ersten Überblick über die
verfügbaren Verfahren und Diagnosemethoden. Trainer vor
Ort bringen den besten Erfolg.
PRÜFTECHNIK unterstützt Sie bei der Einführung
von Condition-Monitoring-Programmen und trainiert Ihre zukünftigen
Spezialisten.
Obige Abbildung zeigt beispielhaft ein Messstellenschema eines
Bandantriebes. Anhand dieser graphischen Darstellungen lassen
sich Diagnosestrategien erarbeiten und zugehörige Routen
und Messfunktionen beispielsweise in den VIBXPERT
FFT-Datensammler und Schwingungsanalysator einprogrammieren.
Anschließend werden die Basismessungen ausgeführt
und gemeinsam ausgewertet. Fehlermöglichkeiten und deren
Auswirkungen werden besprochen und die Ergebnisse in Form
eines Erstberichtes dokumentiert.
Nach 3 oder 6 Monaten findet der Follow-up-Service statt.
Gemessene Ergebnisse werden bewertet und die Maschinen bei
Bedarf gemeinsam inspiziert.
Zustandsorientierte Instandhaltung wird Realität.
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